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Donnerstag, 25. Mai 2017

Kann jemand etwas mit dem Begriff „Hippemännchen“ anfangen?

In „Sagen und Legenden aus Thüringen“ ist auf Seite 266 vermerkt dass sich Anfang der 1950ger Jahre in Sachsen und Thüringen die Legende von den „Hippemännchen“ verbreitet habe. Dies führte u.a. auch dazu dass ein Koch der spät in der Nacht noch mit seiner Berufskleidung unterwegs war, fast Prügel bezogen hatte da er für so ein „Hippemännchen“ gehalten worden ist… Hat jemand Informationen zum Thema?
→ Wenn ich „Hippemänchen“ bei Google eingebe wird „Hippie Mädchen“ angezeigt… ^^
Kommentar: spätmittelhochdeutsch hipe, ursprünglich vielleicht = dünnes Gebäck, das Dünne, vgl. mundartlich hippig = dürr, mager. Anonymus
→ Danke für den Hinweis! Könnte bedeuten dass zu der Zeit „dürre“ Phantomgestalten unterwegs waren. 
Erinnert mich an den CE3 Fall des Oskar Linke, würde auch von der Zeit her passen… Hier mal der Text aus der Quelle im O-Ton:
„Ein fast zeitgenössisches Beispiel […] ist die Anfang der Fünfzigerjahre in Thüringen und Sachsen aufgekommene Legende von den „Hippemännchen“. In manchen Orten führte die Angst vor ihnen fast zur Hysterie. 
Von Erfurt wird erzählt, dass dort ein Hotelkoch beinahe verprügelt worden sei. Er hatte gegen Mitternacht Dienstschluß, wollte sich das Umziehen ersparen und wurde unterwegs von einigen Leuten seiner weißen Kleidung wegen als „Hippemännchen“ verdächtigt. Nur mit Mühe entging er dem Zorn der Passanten“ [S. 162]
Fall Linke ab 05:17