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Mittwoch, 26. Juli 2017

Búback

Schon seit Jahren lese ich besonders gern Biographien & Autobiographien. Nicht nur weil man darin erfährt dass es „früher“ ganz anders war als uns heute HISTORYker erzählen, sondern weil auch die Lebensläufe viel spannender und abwechslungsreicher waren als die heutiger Menschen in Zentraleuropa. 
Natürlich werden in Biographien auch immer wieder Vorgänge erwähnt, die paranormaler Natur sind. Meine neueste Lektüre ist „Auch wenn Du träumst, gehen die Uhren“ von der Autorin Oda Schaefer, die 1900 geboren worden ist. 
Ihre unheimlichen Begegnungen mit dem „Schwarzen Mann“ – heute bezeichnet man so einen Paranauten als „Shadow People“ – begannen in früher Kindheit. Natürlich erhielt das bzw. die Phantome auch einen Namen: „Búback“, womit der slawische „Schwarze Mann“ gemeint ist. 
In einem bestimmten Alter, ich nehme an, es wird zwischen dem achten und dreizehnten Jahr gewesen sein, fürchtete ich mich vor dem Einschlafen. 
Die Dunkelheit war voller Gestalten, die sich schemenhaft und gespenstisch hin und her bewegten. […] Der schwarze Mann […], das waren drohende Spukgestalten meiner Kindheit. 
Selbst meine Mutter wurde ängstlich, wenn ich den Búback in der Nähe glaubte und seinen Namen flüsternd aussprach […]. 
...verschloss sie die Wohnungstür zum Treppenhaus zweimal und legte die Sicherheitskette vor. Es wurde über die Türklinke eine feste Drahtschlinge gezogen und so durch den Schlüssel gesteckt, dass man ihn von außen nicht hätte umdrehen können. 
Dann stellte sie noch einen Küchenstuhl vor die Tür und ein Bügelbrett darauf […]. [S. 20] 
Ob diese Vorsichtsmaßnahmen den Búback wohl abgehalten haben? Jahre später „begegnete“ sie ihrem verstorbenen Vater: 
Ich glaubte einmal, lange Zeit danach, den Vater in meinem Zimmer stehen zu sehen, nachts, es war wie eine Geistererscheinung, und ich musste meinen Verstand zu Hilfe nehmen, um diesen weißen Schatten der eine gewisse schwarze Substanz zeigte, zu verscheuchen, obwohl er vielleicht mir zum Schutze erschienen war. [S. 142] 
Oda Schaefer befand sich mit ihrem späteren Ehemann im Januar 1932 in Liegnitz, Schlesien. Es war nachts und sie waren im Freien unterwegs: 
„…um den Vollmond schwang sich eine unerklärliche Lichtparabel und verlor sich im Himmel“. [S. 231] 
Diese vermeintliche „UFO-Sichtung“ hatte wenig später ein interessantes „Nachspiel“. 
Beide bestiegen einen Zug und „erschraken […] vor einem Mann im Gegenzug, der bei dem Halt auf einer Station zu uns hinüber starrte, mit dem sprichwörtlichen bösen Blick aus satanischen schwarzen Augen. Die Züge fuhren auseinander, doch wir konnten den bösen Blick lange nicht vergessen“. [S. 235] 
Leider erfahren wir nicht ob der Mann mit dem finsteren Blick einen schwarzen Anzug trug, doch die Parallele zwischen der „UFO-Sichtung“ und der Gestalt im Gegenzug ist zumindest interessant…

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