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Montag, 3. Juli 2017

Formwandler, Feuerschlange & Orthoteny

Auf die Orthoteny-Theorie bin ich hier bereits mehrfach eingegangen. Es geht dabei um die These, dass „anomale“ Erscheinungen wie Ufos und Paranauten [=“Aliens“, Bigfoot & Co] sich nicht frei durch den „Raum“ bewegen sondern an „Wegen“ und „Routen“ orientieren. Mehr zum Thema findet sich unter dem Tag! 
In Sagenüberlieferungen fand ich Hinweise darauf, dass dies auch für mythologische Gestalten wie „schwarze Hunde“, „Aufhocker“ oder die „Wilde Jagd“ gilt. Auch diese Entitäten bewegen sich entweder entlang von [=zumeist „uralten“] Straßen | Wegen oder sie machen diese gleich selber unsicher. 
In einem Sagenband über Hessen fand ich Hinweise auf die lokale „Wilde Jagd“ die dort u.a. als „Nachtjäger“ bekannt ist. Sinnigerweise lautet die Überschrift der Textpassage „Die drei Straßen des Nachtjägers“ [S. 80]: 
Im Taunus kennt man ein Geisterheer, das früher oft unterwegs war und Menschen und Tiere in Angst und Schrecken versetzte. […] Seine Fahrten gehen nur bei Nacht hoch durch die Luft und sind von großem Lärm begleitet. […] 
Sein Weg ist von alters her bekannt. Von Norden kommend, zieht er über den Knoten bei Mengerskirchen, über die Mark bei Essershausen und dann über den Taunus. Im Taunus kennt man drei ‚Straßen’, die das unsichtbare Heer abwechselnd benutzt. 
Die erste Route führt über die Saalburg, die zweite über den Feldberg und die dritte genau dazwischen über den Einsiedler. […] Auffällig ist, dass das wilde Heer stets von Norden nach Süden zieht“. 
Ein paar Seiten später [S. 100] können wir erfahren: 
Die Wege des wilden Jägers sind seit alters her bekannt. Im Vogelsberg kommt er stets vom Oberwald. Dann reitet er das Tal hinab, überfliegt die Wadenhäuser Mühle und fährt zum krönenden Schluss bei Ilsdorf in den Laubberg“. 
Im aufschlussreichen Buch finden sich weitere Hinweise auf ufologische und anomalistische Vorgänge in der Vergangenheit: 
Himmelserscheinungen 
→ „Einst hatte sich der Frankenherrscher Clodewig beim Jagen in den wilden Taunuswäldern verirrt. An einem Platze, wo sein Blick weit in die Ebene schweifte, setzte er sich ermattet nieder. […] Und da hob plötzlich in der Luft ein gewaltiges Rauschen an, ein flammendes Kreuz bedeckte den Himmel…“ [S. 85] 
→ „In einem Waldstück zwischen Rudlos und Stockhausen wurde früher oft ein kleines, seltsames Licht gesehen. […] Ein Soldat aus Stockhausen, der auf Urlaub war, traf auf dem Heimweg […] auf das kleine Licht. Er zog seinen Säbel und schlug nach ihm. Augenblicklich war die Erscheinung verschwunden und wurde seither nicht mehr gesehen“. [S. 103] 
→ „…zwei Jungs auf dem Weg zwischen Allendorf und Obergrenzbach. In der Dämmerung kam ihnen ein starkes Licht entgegen. Sie schlugen sich vorsichtshalber in die Büsche und warteten ab. 
Da kam das Licht dicht an ihnen vorbei. Es sah aus wie eine Schlange und war über vier Meter lang. Am Kopf schien die Erscheinung spitz wie ein Messer, der Schwanz hingegen glich einer feurigen Kugel, die sich immerzu hin und her bewegte. 
Die Schlange schlängelte sich bis zum Wald, und dort erhob sie sich in die Luft. […] Der eine […] vom Licht […] geblendet […]. Die nächsten Stunden sah er so gut wie nichts“. [S. 172] 
→ „Am Fuße des Aeppischen Kogel bei Wanfried liegt das Jochmannsloch. Die versumpfte Senke hatte früher Verbindung zur Werra. […] Irrlichter […]. In lauen Sommernächten tanzen sie wie Feuerflämmchen über dem Wasser.“ [S. 183] 
Formwandler 
In diversen Entführungsberichten und Reporten über „Nahbegegnungen“ ist die Rede davon, dass die „Besucher“ ihre Form verändern, transformieren können. Manchmal in die Gestalt einer Lichtkugel. 
In Hessen muss es wohl mal jemanden gegeben hat der seinerseits über dieses „Talent“ verfügte – zeitgemäß als „Hexer“ bezeichnet: 
→ „In Staufenberg hinter Gießen gab es früher Hexen und Hexenmeister. Einer von ihnen war im Stande sich in eine feurige Kugel zu verwandeln […]. Als Feuerball fuhr er durch die Schornsteine der Häuser hinein […].“ 
Bei einem solchen „Ausflug“ geschah ein Malheur, als der „Hexer“ einen Landmann überflog und „plötzlich nackt vor dem Bauern aufschlug“. [S. 141] 
Zeitdilatation & Abduction 
→ „Im Werratal bei Heringen liegt die Wüstung Igelsdorf. Dort entführten Wichtel eine schöne Maid, die gerade beim Heumachen war. Sie taten ihr nichts zuleid, sondern verbanden ihr nur die Augen und brachten sie in ihr Reich. […] 
Da brachten sie die junge Frau wieder auf ihre Heuwiese zuürck. Sie nahm den Rechen in die Hand und arbeitete einfach weiter. Das ging durchs Dorf wie ein Lauffeuer und die Leute liefen staunend herbei, den sieben Jahre waren vergangen, seit die Frau verschwunden war“. [S. 181] 
Ganz offensichtlich besteht eine „Zeitungleichheit“ zwischen unserer Welt und der, der „Besucher“, wie auch immer wieder in Ufoberichten aufscheint… 
„Sauzahl“ 
Gewundert habe ich mich als ich Hinweise auf den „magischen Wind“ fand. Dieser (ent)führte Personen durch die Luft zu fernen Orten: 
Die Fernreise durch den magischen Wind ist Element einer Wandersage, die in ihren regionalen Versionen zumeist nach Venedig führt. Im Vogelsberg heißt dieser Reisewind ‚Sauzahl’ und der bietet sogar Flüge zum Berg Sinai.“ [S. 251] 
Vor einigen Jahren habe ich das Buch UFO DANGER ZONE von Bob Pratt besprochen. Es ging dabei um UFO-Nahbegegnungen der tödlichen Art in Brasilien. Dort war der „Reisewind“ integraler Bestandteil zahlreicher Sichtungen! [=UFO-Terror in Brasilien]

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