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Mittwoch, 2. August 2017

„Geister-Mirakel“ von 1645

Momentan empfinde ich es als amüsanter Biographien nach paranormalen Vorfällen abzuklappern als Werke zu „unserer“ Thematik abzugrasen, da man in Letzteren alles irgendwie schon mal gelesen hat! 
Oskar Maria Graf werden wohl auch ein paar Nichtbayuwaren kennen. Sein Buch DAS LEBEN MEINER MUTTER beschäftigt sich – Nomen est omen – auch mit diesem, wobei der Autor auch Arbeit in Archiven geleistet hat und dabei auf eine Kuriosität stieß die im Jahr 1645 angesiedelt ist und durchaus anomalistisch daherkommt. 
Es geht hierbei um den väterlichen Familienzweig der damals bereits aus Bauern bestand und unweit des Starnberger See lebte. 
Zum ersten Male wird einer von ihnen im Zusammenhang mit einer Aufzeichnung aus dem Jahr 1645 im sogenannten Mirakelbuch der Aufkirchner Pfarr-Chronik namentlich erwähnt. Es heißt da, einer seiner Knechte habe sich in der Christnacht noch mal im Stall bei den Pferden zu schaffen gemacht und dabei durch ein Guckloch in den dunklen, rauhreifüberzogenen Obstgarten geschaut. Da sei ‚ein rotfeuriger Geist’ durch dieses Loch gefahren, habe den Knecht gewaltmäßig gepackt, ihn hin und her geworfen, in den Garten hinausgezerrt und in den Brunnen werfen wollen […] daraufhin sei er […] vom Bösen losgelassen worden.“ [S. 12]